Lebenskunst Isabel | Mexikanisches Totenfest
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Mexikanisches Totenfest

31 Okt Mexikanisches Totenfest

Am 1. November ist Allerheiligen. Ein Tag des Gedenkens, der Ruhe, der Stille. Für viele Trauernde eine große Herausforderung, da dieser besondere Tag viele Erinnerungen und Emotionen mit sich bringt.

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Ganz anders ist es in Mexiko. Dort wird der „Dia de los Muertos“ gefeiert. Übersetzt heißt dies, Tag der Toten. Sterben und Trauern in anderen Kulturen wird auch am Wochenende das Thema des 6. Moduls der Ausbildung sein.

An diesem Tag gedenken und ehren die Mexikaner die Toten und sie feiern dies ganz bunt, laut und mit etwas skurrilen Bräuchen. Es zählt zu den wichtigsten Feierlichkeiten im Land. An jeder Ecke sieht man „Calaveras“ (span. = Totenköpfe) In den Straßen sieht man Männer, Frauen und Kinder als Skelette verkleidet, Totenköpfe aus Zuckerguss, Särge aus Marzipan und bunte Paraden.

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Die Häuser werden bunt geschmückt und überall sieht man orange Blumen. Die Häuser werden mit Laternen beleuchtet und die Menschen sprechen über die Verstorbenen („Weißt du noch…“)  und fühlen sich in Liebe verbunden.

Es werden Gaben wie Früchte, süßes Brot, el Pan de Muertos“ (span.: das Totenbrot), Wasser, Tequilla und den berühmten Agavenschnaps als Opfergaben hingestellt. Große Wasserkrüge stehen symbolisch als Durstlöscher nach dem weiten Weg aus dem Jenseits da.

Am Abend treffen sich Familien auf den Friedhöfen, es gibt Musik, es wird getanzt, gesungen… Das Leben gefeiert.

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Sie bringen ihren lieben Verstorbenen Geschenke mit. Altäre werden geschmückt mit all dem was der Verstorbene im Jenseits vermissen könnte. Eine schöne Geste wie ich finde.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit könnte nicht deutlicher und lauter sein. Sie holen das Sterben ins Leben. Sie erfreuen sich daran den Verstorbenen in ihrem Leben gehabt zu haben, und auch wenn sie sie vermissen, erlauben sie es sich dennoch zu genießen und sich am Leben zu erfreuen.

„Gib in dein Leben dein Sterben, damit dir das Sterben nicht das Leben vorweg nimmt“ (Monika Minder)

Alles Liebe & Liebe dein Leben,

Isabel

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